14.09.2015

14.09.2015

 

Besuchte Orte: Pushkar, Jaipur, Delhi

 

In Ajmer angekommen, mussten wir umsteigen in den Bus nach Pushkar. Ein Local hat uns ein TukTuk zu einem angemessenen Preis besorgt, das uns zur Bushaltestelle brachte. Von Dort aus ging es dann über den Berg nach Pushkar. Von der Busstation dort waren es nur wenige Meter zum Hotel, für laufbare Distanzen ist der Ort bekannt, da er so winzig ist. Mickey hat nach einem Host gesucht, aber es hat sich nur eine etwas zwielichtige Person gemeldet, deshalb war diesmal wieder ein Hotel an der Reihe.

Als wir ankamen, haben wir erst mal gestaunt, was für eine schöne Anlage das war, wir haben für den Preis weitaus weniger erwartet. Und das Highlight war der Swimmingpool. Ein absoluter Knaller, wir haben die Zeit dort sehr genossen.

Spaß vorprogrammiert

Um ehrlich zu sein, viel gibt es in Pushkar nicht zu sehen. Wir sind zu dem berühmten See gegangen, um uns diesen anzusehen. Das Surrounding ist schon klasse, leider sind nur viel zu viele Betrüger unterwegs, die Dir auf jede erdenkliche Art das Geld aus der Tasche locken wollen. In unserem Fall wurden wir beide zum See eingeladen, wir sollten eine Blume hineinwerfen, das solle Glück bringen. Daran zweifelte ich auch nicht, doch an den Aussagen, dass eine Spende notwendig ist, sont bringt das Unglück, schon. Ich wurde ein zweites Mal von einem anderen Kerl zum See gelockt, dieser hat mit mir ein Ritual durchgeführt, in dem er mir auch ein chickes Armband verliehen hat. Am Ende verlangte er dann 500 Rupien, ab dem Moment dachte ich mir "Ach lass mich doch in Ruhe". Er hat darauf beharrt wie ein Verrückter, also habe ich ihm 20 Rupien aufs Tablet gelegt und bin gegangen, dass er sich wenigstens eine Brotzeit kaufen kann.

Mein Tipp: immer dankend ablehnen, sei es ein Händedruck, sei es eine Blume, sei es ein RItual.

wunderschön

Am Pool habe ich zwei Inder kennengelernt und einen Tag darauf haben wir zusätzlich noch drei Deutsche kennengelernt. Das ganze führte dann zu einer Einladung zu einer Privatparty der Inder, welche dann aus irgendwelchen Gründen auf dem Dach eines neu errichteten Hotel inmitten der Wüste endete. Es war dann schlussendlich eher ein Zusammenkommen mit Snacks und Drinks. Dort habe ich zum ersten Mal "Thumbs Up" probiert, was eine billigere Version der Pepsi ist.Schmeckte ganz vertretbar, aber eigentlich wollte ich woanders weitermachen. Ah ja, genau. Nunja, da waren wir nun, auf dem Dach, inmitten des Nichts. Absolut kein Netz und auch sonst keine Menschenseele weit und breit. Ich persönlich genieße ja eine solche Abgeschottenheit, aber die anderen haben mir mit ihren Horroszenarien, die sie verbal auslebten, doch ein mulmiges Gefühl verliehen.

Schlussendlich war dann aber nichts, obwohl die zwei Inder ein wenig zwielichtig erschienen, schienen es doch ziemlich coole Typen zu sein. Sie brachten uns dann zurück zum Hotel, wo wir uns alle noch einmal im Pool abkühlten.

 

Die Deutschen hatten einen Fahrer angeheuert und uns eingeladen, uns mit nach Jaipur zu nehmen. Da haben wir nicht gezögert, ein Auto mit Klimaanlage schlägt in Indien keiner so schnell aus. Somit sind wir dann nach Jaipur gelangt, die Vorstufe zu Delhi, einer sehr modernen Stadt. Aber zu Delhi später...

Mickey, talentiert wie sie in dem zu sein scheint, hat mal wieder einen Host organisiert, der ein Hostel betreibt. Wir hatten schon eine wage Vermutung, dass da etwas faul sein könnte, da er als 'Max. Surfers' 40 angegeben hat. Da unsere Mitfahrgelegenheit(en) noch nie etwas von CS gehört haben, fragten wir den Host nach der Ankunft schlichtweg, ob wir aus zwei Personen doch sogar 5 machen könnten. Er sagte ja und dann kam das Befürchtete: er verlangte Geld!

Obwohl er uns einen niedrigeren Preis als den Günstigsten online angeboten hat, war ich ziemlich empört, da das ganz eindeutig ein Missbrauch der Grundidee des Couchsurfings ist. Uns blieb nichts weiter übrig, als dort eine Nacht zu bleiben. Ich muss dem Hostel aber lassen, dass es extremst sauber ist und sehr modern ausgestattet ist. Ist nach einer Neueröffnung aber auch zu erwarten.

 

 

Am nächsten Tag versuchte ich dann mein Glück und requestete einen Host, den eigentlich Mickey schon "abgegrast" hat. Doch mir antwortete er, ich war erstaunt. Dieser Host betreibt ein Hotel, aber schreibt ausdrücklich, im Gegensatz zu dem Vorherigen, dass er ein Zimmer für Couchsurfer for free bereitstellt. Obwohl er auf Europareise war, organisierte er es, dass wir ein Zimmer für zwei Nächte bekamen. Ich war MEGA begeistert! Besonders, weil das ein Hotel war, das ab 1600 Rupien die Nacht buchbar ist!

ein bisschen Sightseeing

Nach der schlussendlich doch sehr entspannenden Zeit in Jaipur sind wir dann zum Bahnhof gegangen, um spontan ein Ticket nach Delhi zu kaufen. Wir googleten schon vorher, dass mehr als 20 Züge täglich zischen den zwei Städten verkehren, also dachten wir uns, wir bekommen schon ein Ticket. Dem war auch so. Allerdings keinen Sitzplatz. Wir hatten allerdings das Glück, dass wir überhaupt in den Zug gekommen sind, so voll war der. Ich konnte ungelogen meine Füße nur einen Zentimeter bewegen, bevor ich dem Nächsten auf den Fuß trat. Wir standen dann rund 2h, bevor Mickey schwarz vor Augen wurde und ihr ein Platz angeboten wurde. Somit konnte wenigstens sie sitzen und sich regenerieren. Mir taten zwar die Beine weh, aber das war nicht weiter schlimm. Die ganze Fahrt dauerte 7h und nach einigen Stunden habe auch ich einen Platz angeboten bekommen. Eigentlich war die Bank für 3 Personen ausgelegt, wir teilten sie uns zu 6. Mickey teilte sich einen einzelnen Sitz mit zwei anderen, unter dem Sitz schlief ein Junge, der seit zwei Tagen mit dem Zug reiste und dementsprechend erschöpft war.

Diese Zugfahrt war bisher die extremste, ich glaube, die wird mir so schnell nicht mehr aus dem Kopf gehen. Angekommen in Delhi haben uns dann mehrere Inder geholfen, unsere Station zu finden, die unser Host angegeben hat. Von dort aus sind wir dann endlos herumgeirrt, um seine Wohnung zu finden. Durch locals, Glück und den Facebook-Messenger haben wir sie dann endlich gefunden und waren erschöpft. Wir wurden erstmal mit einem herrlichen Abendessen begrüßt und haben uns gegenseitig ausgequetscht, besonders weil er ein Yogalehrer auf internationaler Basis ist und zusätzlich noch eine App am Entwickeln ist, finde ich ihn sehr interessant. Er ist auch auf Youtube und startet am 13. Oktober zu einem ganz besonderen Anlass einen Livestream jeder ist herzlich willkommen, reinzuschauen. Er programmiert auch gerade noch eine Website, die breit gefächert orientiert ist. Aber dazu folgt irgendwann noch ein Artikel, sobald die "Bauarbeiten" abgeschlossen sind.

Am nächsten Tag hatten wir ein grandioses Frühstück und begaben uns dann in die Stadt, um ein paar schöne Orte abzuklappern. Ich bereitete mich mental schon auf den Weg zur Busstation vor, als er meinte 'steig' ein, das ist unser Fahrer'. Ich dachte mir nur "WHAAAT??!", und stieg ein. Der Fahrer rührt daher, wie er mir erzählte, dass sein Bruder ein hohes Tier in der Security Branche ist und unter anderem Bollywoodstars, Sportler und aktuell ein wichtiger Politiker ihn engagieren. Das beeindruckte mich schon zutiefst. Ich lehnte mich zurück und genoss die Fahrt in dem SUV.

VIP in Delhi