31.10.2015

31.10.2015

 

 

Besuchte Orte: Kuching, Miri, Brunei, Kota Kinabalu

 

 

Puh, schon lange nicht mehr hier auf dem Blog gewesen. Hmmm, mal sehen was ich so erlebt habe. Achja, Brunei ist ein anderes Land, welches ich aber zwischen Malaysia gequetscht habe, aber dazu könnt ihr hier mehr nachlesen. Nunja, wie wir unser Fortbewegunsmittel eben wieder zu Flugzeugen gewechselt habe, sind Mickey und ich von Penang direkt nach Kuching gejettet, um dort...ja, was haben wir dort eigentlich gemacht? Quasi nichts! Wir wurden von einem netten Jungen aufgegabelt und in die Stadt gebracht, da er uns leider nicht hosten konnte. Aber wir hatten ein nettes Dinner bevor uns dann eine Hosterin für wenigstens eine Nacht abholte und uns unterbrachte. Wir haben gequatscht, geschlafen und ja, das war es dann auch schon. Die Couch war ultra ungemütlich und mir haben alle Gliedmaßen im Körper weh getan, aber was solls. Heißt ja schließlich nicht umsonst Couchsurfing. Daraufhin sind wir in ein Hostel gezogen, dessen Betreiberin sehr schizophren erschien, sie war einerseits ultra freundlich, aber änderte ihre Laune von einer auf die andere Sekunde ohne weiteren Grund in ultra angepisst. Sehr seltsam. Das war auch der Grund, warum wir uns dann am nächsten Tag eine andere Unterkunft gesucht haben, die wesentlich Gastfreundlicher war. Ein Mitarbeiter war taubstumm, aber hielt immer ein breites Lächeln für jeden bereit, was sehr sympathisch war. Wir verständigten uns auf die einfachste, natürlichste und wohl die älteste Kommunikationsart der Natur: Mit Händen und Füßen! Es war der reinste Spaß, wir haben viel gelacht.

In Kuching haben wir uns dann gut eingelebt, unseren lieblings Notfall-Rotiladen gefunden und unsere Hintern kaum hochgekriegt, so faul waren wir. Mickey hat mir dann zum Glück ein bisschen in den Arsch getreten, sodass wir dann wenigstens einen Tag raus sind und zwei Höhlen besucht haben. Das Video dazu gibt's hier.

Daumen raus und ab gings per Anhalter zum Flughafen, von wo aus wir nach Miri flogen. Das gleiche Spiel in Miri in die Stadt, wo wir dann für eine Nacht ein Hostel buchen mussten, da unser Host erst einen Tag später verfügbar war. Eine nahegelegene Shoppingmall hat uns dann die Zeit ganz gut vertrieben, als wir am nächsten Tag auf ihn warteten. Mickey hat sich dort sogar einen Vaporizer gekauft, ein ziemlich schniekes Teil, nur die Geschmacksrichtung ist nicht meins, also lasse ich lieber die Finger davon. Als unser Host uns schließlich abholte, lernten wir dann zufällig auch schon unseren nächsten Gastgeber aus Brunei kennen, Valor. Flippiger, netter Kerl, der große Träume und Pläne hat. Am Abend des Folgetages sind irgendwie noch ein paar mehr Leute dazugestoßen und letztendlich fand ich mich dann mit allen auf einem Berg wieder, wo wir fleißig Lightpainting Fotos schossen.

 

 

[Bild leider nicht verfügbar, da sich dieses auf der gestohlenen Kamera von Mickey befindet]

 

 

Habe ich vergessen, das leuchtende Meerwasser zu erwähnen, das wir am Strand in Miri beobachtet haben? Das ganze ist ein Naturspektakel und hängt glaube ich mit dem Plankton oder den Meeresalgen zusammen, auf jeden Fall sieht das ganze sehr sehr magisch aus. Leider konnte das weder Mickey noch ich auf Kamera festhalten, doch wenn Du "secret beach Miri' googlest, wirst Du sehen, was ich meine. Das findet aber nicht nur hier statt. Sogar in Deutschland gibt es Stellen an der Küste, wo ein solches Spektakel bewundert werden kann, laut Wikipedia zumindest!

 

Die Zeit in Miri war echt cool, allerdings nur wegen der Leute, sonst wäre es dort stinklangweilig gewesen. Achja, eine Höhle haben wir uns dort auch noch angesehen, das war dann aber auch schon alles an Attraktionen. Einfach das Video auschecken, dort bekommst Du visuelle Eindrücke von all dem. Auf dem Weg zurück von der Höhle in die Stadt durfte dann ich fahren, notgedrungen, da Valor schlecht war. Das war meine erste Erfahrung mit einem Rechtslenker auf der linken Fahrspur. Wow, sehr gewöhnungsbedürftig, aber die Automatikgangschaltung hat das ganze ziemlich vereinfacht. Allgemein habe ich bemerkt, dass ca. 90% der Asiaten nur Automatik fahren, haben die zu viel um die Ohren, um zu schalten, oder sind sie schlichtweg nur faul? Die Frage konnte mir bisher noch keiner beantworten...

Elvis, unser Host in Miri, hat auch noch ein mega cooles Gadget: die Google Glass! Es war die pure Freude, mit dem Ding herumzulaufen und Videos zu drehen, Fotos zu schießen und die restlichen Funktionen auszutesten. Auch dazu mehr auf youtube :) (Das Video ist leider nur via proxy zu sehen, da ich den in Deutschland gesperrten Song im Video vor dem Diebstahl meines Laptops nicht mehr ändern konnte)

 

 

Von Miri aus sind wir auf dem Landweg mit Valor nach Brunei eingereist und haben uns dort auch noch ein wenig umgesehen. Es ist ein Stadtsaat, also allzuviel gibt es dort nicht zu sehen. Trotzdem habe ich die wohl teuersten drei Tage meines Lebens ziemlich genossen. Besonders, als wir in Valors' Elterns Haus zu Gast waren, das sehr imposant war. Wohl viele träumen von so einem riesigen, modernen Haus, in Brunei ist das Standart, das Land ist sehr reich! Ich habe 6 Autos in der Einfahrt gezählt, was ebenso standart ist. Wer weniger als drei Autos hat, scheint wohl kein echter Bruneianer zu sein *lach*. Wieder einmal, wie in Thailand, habe ich einfach in dem Swimmingpool eines Luxushotels gebadet, der reinste Genuss. Und keinen juckt's, das ist das Beste daran! Das Hotel wird vom Staat finanziert und macht laut Valor's Information sogar regelmäßig Miesen, aber das stört die herzlich wenig, da sie offensichtlich gar nicht mehr wissen, wohin mit ihrem Geld. Naja, solang der Pool öffentlich zugänglich bleibt, ist mir das ganz recht *grins*.

 

Nach einer schönen Zeit in Brunei ging es dann wieder für ein paar Tage zurück nach Miri, weil von dort aus der Flug nach Kota Kinabalu ging. Wieder war es der Fall, dass Elvis schon jemand hostete und uns erst einen Tag danach unterbringen konnte, was für uns aber kein Problem darstellte. In der Zeit hat sich Mickey in der gleichen Shoppingmall neue Schuhe besorgt, weil sich ihre Sandalen mehr und mehr selbst zerlegen. Wir genossen dann noch die letzten Tage in Miri und Elvis brachte uns zum Flughafen.

 

Das Däumchen-Spiel ging erneut los, um irgendwie in die Stadt zu kommen. Dort hat Mickey dann das günstigste Hotel herausgesucht, was wir aber am nächsten Tag fluchtartig verlassen haben, um uns eine gepflegtere Unterkunft zu suchen.

Naja, via Couchsurfing haben wir dann wieder den einen oder anderen Local kennengelernt, haben uns mit ihnen getroffen und Zeit mit ihnen verbracht. Und dann wurden wir ausgeraubt. Deshalb gibt es hier auch nur staubtrockenen Text ohne Bilder, denn diese waren alle noch auf Mickey's Kamera und meinem Laptop. Alles weg. Da die Diebe aber dumm genug waren, um meinen Laptop zu öffnen, wurde das GPS aktiviert und ich rannte zu der 600m entfernten location, rief die Polizei und diese konnten die Täter dann fassen (nach ca. 6h Auflauern in deren Hotel). Leider war ich zu langsam, sie haben meinen Laptop kurz bevor ich ankam mitgenommen und sind raus auf die Straße, um ihn zu verkaufen. Das Ende des Liedes war dann, dass ich meine Actioncam wieder bekommen habe, da sie diese nicht verkaufen konnten. Und alle Ladekabel, sowie die Extra-Akkus meiner Vlogging-Cam. Dumm gelaufen für beide Seiten, da unser Zeug leider weg ist und laut Polizei die nächste Gefängnisstrafe auf die Täter wartet (laut Polizei kamen sie erst wenige Tage zuvor aus der Haft). Warum ich immer schreibe "laut Polizei"? Weil die Polizei in Malaysia korrupt, unzuverlässig und ziemlich faul ist. Das ist keine Reaktion des Frustes, das ist eine sachlich abgewogene Beobachtung meinereits. Und wie ich online auch recherchierte, bringen sie immer dieselben Ausreden, warum sie ihrer Pflichtg nicht nachkommen können. Bei uns war es der online kursierende Satz, und zwar wortwörtlich: "Das sind doch nur Drogenabhängige, Ihre Sachen sind auf immer und ewig verloren. Sie können noch nicht einmal Geld verlangen, weil sie selbst keins haben"

Danke an dieser Stelle an die Malaysische Polizei für die Kompetenz (achtung, Sarkasmus!)

 

Aber hey, das kann jedem mal passieren. Wir lassen uns davon nicht unterkriegen und ziehen weiter, wir sind froh, dass wir genug Hirnmasse besitzen, um diese in Geld umzusetzen, um uns ein ehrliches Leben zu finanzieren. Offensichtlich haben das nicht alle Menschen auf dieser riesigen Welt, daher wissen wir das umso mehr zu schätzen. Im Grunde genommen ist das alles nur Materie, was Ersetzbares. Uns geht es gut und wir blieben physisch unverletzt, was die Hauptsache ist.

 

Auf geht's, weiter nach Bali :)