30.09.2015

30.09.2015

 

 

Besuchte Orte: Kathmandu und Umgebung

 

 

Nach ca. 24h Bushfahrt von der Westgrenze nach Kathmandu haben wir es endlich geschafft. Wir waren in der Hauptstadt Nepals angekommen. Ich war so hungrig, dass ich mir erst mal sofort was zu Essen geholt habe, es waren Instantnudeln, so etwas würde mir zu Hause nie auf den Tisch kommen! Naja, das war schon eine Ausnahmesituation, ich war kurz vorm Verhungern.

Angesichts dessen, dass wir mit den öffentlichen Bussen mittlerweile von Indien schon vertraut waren, fanden wir flott einen Bus, der uns zu unserem Host brachte. Dieser begrüßte und herzlich und brachte uns zu sich nach Hause. Doch dort stellten wir fest, dass wir uns absolut unwohl fühlten, da weder eine Dusche, noch ein Mückennetz vorhanden waren. Mickey leidete immer noch unter den zahlreichen Stichen der vorhergegangenen Nacht und daher entschlossen wir uns, ehrlich und direkt zu sagen, dass wir nicht über Nacht bleiben möchten. Unser Host nahm es gelassen und war glücklicherweise nicht sauer, er begleitete uns sogar noch zur Bushaltestelle und zeigte uns den richtigen Bus zurück nach Kathmandu. Sehr lieb von ihm, seine Reaktion ist sehr lobenswert.

Angekommen, zum zweiten Mal, in Kathmandu, begaben wir uns auf die Suche nach einem von Mickey recherchierten Guesthouse, welches wir dann endlich fanden. Dort bekamen wir ein angenehmes Zimmer und verbrachten zwei Nächte. In dieser Zeit erkundete wir die Innenstadt ein wenig, schlenderten auch ca. 6km(one-way) zu einer bekannten Stupa und genossen den Rest der Zeit einfach.

Wiederaufbau überall

 

Da unser beider Budget so niedrig liegt, dass keine Eintritte sowie Kletterausrüstung möglich sind, verbringen wir unsere Tage einfach mit Genießen, Erkunden und Verirren. Nach dem Guesthouseaufenthalt haben wir wieder einen Host gefunden, zufälligerweise nur zwei Straßen weiter von unserem urpsrünglichen Host. Diesem sind wir auch in dieser Zeit begegntet, als er mit seinem Bike an uns vorbeigesaust ist, leider hat er uns nicht wahrgenommen, war wohl zu sehr in Gedanken.

Unser neuer Host ist ein junger Kerl, der erst seit Kurzem zurück in Nepal ist. Er war zuvor eine lange Zeit in Korea, um dort zu arbeiten und leben. Wir sind seine ersten Surfer, was ein großer Schritt für ihn ist. Wir sind mega dankbar, dass er uns diese Chance gibt. Seine Wohnung befindet sich in einem noch nicht einmal 100% fertiggestellen Haus, also sind alle Sanitäreinrichtungen auf einem modernen Standart, so wie wir es genießen.

 

Von unserem neuen "Basecamp" aus erkundeten wir ein paar Orte, die in einem Tagestripp machbar waren. Darunter fiel eine Mönchschule, sehr imposant und schön zugleich. Des Weiteren ein Berg, von dem aus man bei guter Witterung den Himalaya sehen kann. Und noch ein Ort, in dem sich viele Tempel sammeln, allerdings wird für diese ein Eintritt von 15$ verlangt, deshalb sind wir dort nicht reingegangen. Alles in Allem war die Zeit dort sehr angenehm und wir haben auch viel zu Hause relaxt.

glückliche Kinder

Angesichts der politischen Lage und den daraus resultierenden Folgen beschlossen wir aber, Nepal wieder zu verlassen. Im Moment gibt es ein Einfuhrproblem von Benzin und derselben Stoffe, deshalb wurde unser Plan, in den Süden zu fahren, gestrichen. Angeblich reichen die Reserven noch ca. 2 Wochen, doch locals sagen, dass es wohl nur eine Woche sein wird, bis sie auf dem Trockenen sitzen. Und wie würden wir dann vom Süden wieder nach Kathmandu kommen? Ich habe noch nie so lange Schlangen vor den Tankstellen gesehen, es war beruhigend, dass die Leute sich nicht um einen Liter Benzin geprügelt haben. Die lokalen Busse waren maßlos überfüllt, es war jedes mal sehr sehr schwer, einen Bus zu finden, der uns an unser Ziel bringt. Ebenso zum Flughafen, aber gute Planung ist schon die halbe Miete. Wir haben uns satte 3 Stunden früher für eine eigentlich 20 Minuten lange Fahrt auf die Socken gemacht, was auch gut war. Zwar haben wir im Flughafen dann zwei Stunden auf die Boardingtime warten müssen, aber in diesem Fall war ich froh, lieber zu früh als zu spät zu sein.

Info's zu Nepals aktueller Blockade zu Indien könnt ihr in einem kurz und knappen Artikel hier nachlesen.

 

 

Wir sind raus, bis zum nächsten Jahr, Nepal. It's nice to meet you 10 days :)