Mauritius

4.10.2016

Abflug von Kuala Lumpur. Ein Erlebnis, das sich von Airasia durchaus sehen lassen kann! Die Stewards und Stewardessen sind ungewöhnlich happy und spielen Musik auf einem kleinen Lautsprecher und tanzen, machen Selfies mit den Passagieren. Sie tragen Blumen in den Haaren und um den Hals und haben ein exotisches MakeUp aufgetragen.

Wie sich während dem Trip herausstellte, ist das der erste Flug nach Mauritius von AirAsiaX überhaupt. Es wurde ein Gewinnspiel veranstaltet, bei dem die Antwort per Button (der Knopf über dem Kopf, den man drückt, wenns einem drückt) indikiert werden konnte und wer am schnellsten war, wurde einer der drei Finalisten. Fand ich echt super und das ist mittlerweile das zweite Mal, dass AirAsia so ne super Leistung bietet. Das erste Mal war auf dem Weg nach Bali letztes Jahr, als wir unvorhergesehen nebenan landen mussten und die Airline ein BestWestern hat springen lassen, all inclusive!

 

Ankunft Mauritius. Die Landung, das Klatschen, der moderne Flughafen...ließ mich alles darauf schließen, dass dies ein modernes Land ist. Französisch wird hier meistens gesprochen, noch so n Ding was mich das vermuten lassen hat. Und dann: BÄM! Kulturschock deluxe!

Ich wurde von einem Herrn abgeholt, der ein Auto fuhr, das eigentlich schon in den Geschichtsbüchern abgedruckt sein sollte. Der Gurt war nur noch halb vorhanden, die ganze Kiste wackelte beim Fahren und diverse Gerüche stiegen mir die Nase hoch. Doch dann widerum die Straßen, scheinen brandneu zu sein, nur ein wenig zu eng. Inselstraßen wie ich sie in Erinnerung habe. Er gab mir eine kleine Strandtour, zwar kein reinweißer Sandstrand, doch trotzdem sehenswert. Ich überleg' mir, heute noch reinzuhüpfen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Als er mich dann am Haus absetzte war ich verdutzt. Ich war so sehr geblendet von dem australischen/westlichen Standart, dass ich ganz vergaß, dass es da draußen noch mehr als das gibt. Mein Host ist noch arbeiten, sein dad und seine Tochter empfingen mich, die ganze Angelegenheit scheint mir total strange. Das Alte neu erleben, das durchlebe ich gerade. Ich habe keine Steckdose, keinen Ventilator und nur super dünne Fenster in meinem Zimmer, welches ich mir mit Geckos und Fliegetieren teile. Irgendwie kommt mir das nur zu bekannt vor. Ich hab mich selbst ins kalte Wasser geworfen, merke ich gerade.

2015 ging alles langsam lebensstandartmäßig stufenweise runter, bis ich dann von unten in Indien/Nepal wieder raufkletterte als ich daraufhin in Malaysia/Brunei war. Super 'Werdegang' einer Reise, wie ich finde.

Hier ist das was anderes. Bildhafter Vergleich: mit 100km/h gegen eine Wand fahren und bei 0km/h wieder starten. Boah! Es fühlt sich krass an, einerseits tendiere ich dazu, mich verloren zu fühlen und aufzugeben, doch die Mehrheit in mit sagt: das wird ein unglaubliches Abenteuer!

 

Und ich folge in diesem Fall der Mehrheit :)

 

 

07.10.2016

Nun nach ein paar Tagen hier hab ich mich ein bisschen eingelebt. Es fiel mir und fällt mir immer noch recht schwer, mich dem Leben auf Mauritius anzupassen. Ich war eindeutig zu lange in der westlich orientierten Welt, Australien. Gestern habe ich einen Bus nach Mahebourg genommen, um mir dort die Gegend anzugucken. Um Weiten zivilisierter und infrastrukturell ausgeprägter als Le Bouchon, das südlich gelegene Dorf, in dem ich residiere. Ich habe es sogar hinbekommen, von jemandem mitgenommen zu werden und am Schluss auch wieder zurück. Ich habe anfangs bezweifelt, dass Trampen hier funktioniert, doch Danke Mauritius, Du hast mich Besseres gelehrt. Wohin ich getrampt bin? An den Strand namens Blue Bay, eine wunderschöne Gegend! Kristallklares Wasser, weißer Sandstrand und eine leichte Brise machten den Nachmittag paradiesisch. Trotz meines Sonnenbrandes, den ich mir am Vortag an der Küste Nähe Le Bouchon zugezogen habe, bin ich doch recht leicht bekleidet herumgewandert. Das war eine fatale Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Anyway, ein paar mehr Eindrücke vom Blue Bay kannst Du hier auf meinem youtubechannel finden. Heute bin ich den ganzen Tag zu Hause geblieben, weil ich mich der Sonne entziehen wollte, um die Haut wenigstens ein bisschen zu schonen. Ist wirklich verdammt rot *zischhh*

Küste Nähe Le Bouchon

So sieht's hinter all den Privathäusern und Hotels am Blue Bay Küstenabschnitt aus

Blue Bay

Blue Bay

Sorry für die schlechte Bildqualität, die Schutzscheibe vor der Linse ist zerkratzt, was die Fotos recht milchig macht. Ich habe jedoch die Scheibe rausgenommen, sodass die Linse direkten Luftkontakt hat und bessere Bilder schießen kann (für den nächsten Blogeintrag). Smartphoneprobleme... Du kannst mich gern hier sponsorn, damit vielleicht eines Tages ein Smartphone mit einer super Kamera zu meinem Gepäck zählt :)

 

23.10.2016

Sooo, es ist mal wieder Zeit ein wenig zu schreiben, hab mich schon lang nicht mehr gemeldet. Der Linsenschutz der Smartphonekamera ist ab, also gibts gleich n paar knackigere Bilder zu sehen als zuvor. Bevor die Bilder kommen, hier noch ein paar Worte dazu, wie ich meine Zeit die letzten 16 Tage so verbracht habe.

Für die zweite Woche hier in Mauritius habe ich einen anderen Host angefragt, um wenigstens ein bisschen zu sehen, bevor Yimei ankommt. Und die nächste Location war in Phoenix, ziemlich zentral gelegen. Und es war ein deutlicher Unterschied zu Le Bouchon! Zum Ersten war viel mehr drum herum, unter anderem eine Shoppingmall. Zum Anderen war auch die Unterkunft super modern, dank der beruflichen Qualifikation meines Hosts, welche ihr eine bessere Bezahlung und sogar eine bezahlte Unterkunft mit Auto beschehrte! In solchen Momenten wünschte ich, dass ich ein akademisch gebildeter junger Mann wäre und mit einem dickeren Geldbeutel um die Welt reisen würde. Nunja, dem ist nicht so, also habe ich jeden einzelnen Tag in der Unterkunft in vollen Zügen genossen. Ohne Übertreibung, so muss ein 4 oder 5 * Hotel in Mauritius wohl aussehen, ich habe mich pudelwohl gefühlt.

In Phoenix selbst habe ich nicht viel angeguckt, mein Host hat mich viel herumgefahren und die Woche ging (leider) ratz fatz um. Es war was los, das tat gut. Und dann ging es zurück nach Le Bouchon.

 

die wohl lustigste Beleuchtung die jemals in einer Shoppingmall aufgehängt wurde

Strandausflug

Sunset vom Dach meines Phoenix-Hosts

In Le Bouchon dann habe ich die Tage ziemlich untätig zugebracht. Einmal habe ich mir das Fahrrad meines Hosts geschnappt und bin auf zu einem 20km entfernten Strand gedüst.

20km Tour hat sich gelohnt

Ein andermal habe ich eine kleine Tour entlang der küste bishin zu einem Resort auf dem Fahrrad gemacht.

unknown paradise

Resortbeach

Mehr auf Instagram

Oh und mein Host war so cool und hat mich zum Pont Naturel gebracht. Schöne Sache!

Die Brücke über dem tödlichen Abgrund...okay, ein bisschen dramatisiert, aber was solls :)

Spritziiiiiig

28.10.2016

Fünf Tage sind rum, es wird mal wieder Zeit mich zu melden. Nunja, Seit Sonntag ist also Yimei wieder mit mir unterwegs und seitdem ist es sehr viel angenehmer. Obwohl ich gerade um fast 3 Uhr nachts hier in einem stickigem Zimmer in eine Decke gehüllt, um mich vor den zahlreichen Moskitos zu verteidigen, diesen Text in die Tasten haue und mein Laptop nur gerade so ein WLAN Signal empfängt, bin ich doch granz froh, nicht mehr allein zu sein.

Klar, man sagt, wenn man allein reist, ist man nie wirklich allein. Ich habe das persönlich anders erfahren und für mich festgestellt, dass ich allein Reisen einfach ungern mag.

Yimei's erster Tag in Mauritius

 

Anyway, genug dazu, etwas zu den letzten 5 Tagen. Gleich am Tag nach Yimei's Ankunft haben wir uns einen ROller für drei Wochen angemietet, um ein wenig herumzukommen. Das ist eine Mordsgaudi! Am Tag der Anmietung war es recht regnerisch, die Fahrt zurück zum Haus war dementsprechend feucht-frisch. Ich hab' es schon vermisst, auf zwei Rädern durch die Gegend zu tuckern. Nach all den Rollermeilen in Asien hatte ich schon fast Sehnsucht *grins*.

20.000 cash für den Roller abzählen...ich habe mich noch nie mulmiger gefühlt

Rumgedüst, umgeguckt

 

Dienstag ging es dann für zwei Tage wieder zu meinem zweiten Host, was wie beim ersten Mal eine Freude war. Und ich bemerke gerade, dass ich wieder kein Bild von diesem absolut luxuriösen Badezimmer gemacht habe, Mist!

Es ist nebenbei auch ein Video in der Schmiede, also immer mal wieder auf Youtube vorbeischau'n :)

Diesmal hatte sie (unser Host) die Idee einer Wanderung, also sind wir zusammen in den Süden und ab auf den Le Morne Brabant geklettert. Ich sage nur, es ist eine BOMBASTISCHE Aussicht!

fast angekommen, nur noch ein kleines Stück...

Mords Aussicht!

Ohne Worte

Angekommen

 

Und dann war es schon Donnerstag. Rückkehr nach Le Bouchon, dem klitzekleinen Dorf südlich von Mahebourg an der Ostküste. Die Sache ist nur, ja, jetzt im Präsens, dass jetzt Freitag ist und...unser Host uns quasi rauskickt, da er heute einen neuen Surfer erwartet. Und ich habe keine Ahnung, wohin es als Nächstes gehen kann/soll. Yimei hat ein Guesthouse gefunden, das vermutlich erstmal herhalten muss, da es das Günstigste auf Agoda ist. Ich bin echt kein großer Fan mehr von Geldausgeben für Unterkünfte, in denen man entweder nur Angestellte trifft, oder andere Backpacker. Beide sind nichts im Vergleich zu Leuten, die in dem besuchten Land leben und mir ein temporäres Zu Hause geben. Wie auch schon in Indien, geht es leider nicht immer, die Kosten einer Unterkunft zu umgehen, so auch in diesem Fall.

Oh und habe ich erwähnt, dass mein Budget geschmälert wurde? Ja, und zwar von Australien höchstpersönlich. Das ist ein mit-Grund für den Knauserlifestyle, den ich eigentlich ablegen wollte. Es scheint, dass meine Steuererklärung vor dem Verlassen des Landes ein Fehler war, denn jetzt muss ich ca. 1000€ nachzahlen, find ich weniger prickelnd. Das wird leider meine Reise extremst verkürzen, dahin schwinded meine Idee von einem ganzen Jahr am Stück reisen :(

Genug der Trauer, hier noch ein paar Bilder zum Angucken und wenn Du noch mehr sehen willst, lade ich Dich auf meinen Instagram und Tumblr Account ein :)

Abendstimmung

Youtubevideo drehen

Another day

Gute Nacht mit dem Puppie meines Hosts

03.11.2016

Ich bin im Norden! Hier ist, wovon viele eine Vorstellung über Mauritius haben. Hier gibt's Strände, Luxus, Party und Shoppingmalls.

Mit dem Scooter ging es von Le Bouchon die Ostküste hoch nach Grand Baie in den Norden. Eine wunderschöne, superlange Fahrt.

Snacks für Zwischendurch

kurze Pause. eine von vielen

Sobald man ein bisschen aus den Stadtgegenden rauskommt sieht es ziemlich remote und grün aus. Zuckerrohrfeld reiht sich an Zuckerrohrfeld. Und hie und da mal ein Feuer, das scheint hier die gängigste Art, Überreste und Müll zu beseitigen.

ekliger Geruch

Angekommen im Norden wurde ich nach einer so langen Fahrt mit einem wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Farbspiel im Ozean

Wunderschöne Nacht

Die nächsten Tage wurde viel gefaulenzt, gegessen und in der Gegend rumgegurkt, Strände erkunden. Gestern haben wir sogar einen Tag auf einem Katamaran verbracht, ein unvergessliches Erlebnis!

nomnomnom

I'm on a boat!

09.11.2016

Seit gestern bin ich wieder im Süden, Plaine Magnien heißt der Ort. Nur knapp 1km entfernt liegt die Landebahn des Flughafens, weshalb ich jedes Flugzeug landen sehen kann und auch jedes "ready for take off" Flugzeug dieses Haus vibrieren lässt. Ich find's klasse!

Um die letzten Tage im Norden ein bisschen zu erläutern, gibt's hier noch ein paar Bilder. Wir haben uns in ein Resort geschlichen, haben leckere Boulet-Suppe gegessen und haben die wohl exotischste Bushaltestelle entdeckt, die ich je gesehen habe.

Resortpool. Preis pro Zimmer/Nacht ab 288€, laut Website

Resort Spielplatz

Boulet-Suppe

exotische Bushaltestelle

Fruchttischwasserstand?

So, wie schon angemerkt bin ich wieder im Süden Mauritius'. Mein Host von Couchsurfing ist Fenstermacher (ich kenne den Fachbegriff dafür nicht) und hat außerdem ein Hobby für mich enthüllt: die Papierkunst! Du kannst auf sein Bild klicken und gelangst auf sein Instagram-Profil, welches ich ihm gestern eingerichtet habe.

15.11.2016

Pheeeew, eigentlich sitz' ich hier gerade im Flughafen in Mauritius und warte auf meinen Anschlussflug. Da hab ich wohl zwei Wochen gar nichts mehr geschrieben :D Ich schreibe Dir jetzt einen Artikel hier , was die letzten 14 Tage so passiert ist. Viel Vergnügen beim Lesen :)